Die organisatorischen und architektonischen Merkmale der ungarischen Rechtsanwendung in der Zeit des Dualismus
DOI:
https://doi.org/10.55051/JTSZ2025-1p73Abstract
Die Studie konzentriert sich auf eine Untersuchung der organisatorischen und architektonischen Merkmale der Rechtsanwendung in Ungarn während der Zeit des Dualismus, wobei die materiellen Bedingungen der Modernisierung des Rechtssystems und der Bedarf an architektonischem Raum im Mittelpunkt stehen. Diese Untersuchung beleuchtet auch die Spezifitäten der ungarischen Lösungen, die (auch) in einem europäischen Kontext interpretiert werden können.
Die Modernisierung der staatlichen Organisation und die damit einhergehende Zunahme zentraler und lokaler Aufgaben brachte die Notwendigkeit mit sich, die Infrastruktur auszubauen, so dass im Laufe der Zeit eine Reihe neuer Justiz- und Verwaltungsgebäude errichtet werden mussten. Mit der Gewaltenteilung entwickelten sich die Verwaltungs- und Justizgebäude getrennt voneinander. Diese Entwicklung wurde durch die Verwendung von Modellen, die Anwendung spezifischer ungarischer Lösungen, Tradition und Modernisierung bestimmt. Die Studie konzentriert sich auf die so genannten „Hauptlösungen“, die auf ausländischen Modellen basieren, und auf die so genannten „kleinen Lösungen“, die auf ungarischen Entwicklungen beruhen. Auf dieser Grundlage lässt sich feststellen, dass die Modernisierung der Staatsorganisation und des Rechtssystems in der Zeit des Dualismus ungarische Lösungen (strukturelle, kodifikatorische, architektonische) hervorbrachte, die sich gut in den europäischen Kontext einfügen.

