Das kleinste Glied in der Kette

Óbuda und die Stadtvereingung(en)

Autor/innen

  • Katalin Simon Budapest Főváros Levéltára

DOI:

https://doi.org/10.55051/JTSZ2025-3p26

Abstract

Budapest wurde 1873 durch den Zusammenschluss der Städte Buda, Pest und Óbuda sowie Margareteninsel gegründet (Gesetz. Nr. XXXVI von 1872). Óbuda blieb in Bezug auf Bevölkerung und Wirtschaftskraft hinter den anderen beiden Städten zurück. Da Óbuda jedoch im 18. Jahrhundert in engem Kontakt mit Buda stand, wurde sie in der öffentlichen Meinung bereits in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts als integraler Bestandteil der Hauptstadt Buda betrachtet. Obwohl die Verhandlungen über die Vereinigung der drei Städte bereits 1848 begonnen hatten, erklärte der Innenminister Bertalan Szemere dies am 24. Juni 1849 per Dekret, das jedoch aufgrund des Scheiterns des Unabhängigkeitskrieges nicht zustande kam. Stattdessen wurde Ende 1849 per Dekret die Vereinigung von Buda und Óbuda angekündigt (in der Praxis den Anschluss von Óbuda an Buda). Da es nicht zu einer vollständigen Fusion der beiden Städte kam, war der gemeinsame Betrieb bis 1861 für Óbuda eher ein Hindernis. Die Einwohner von Óbuda erfuhren Ende 1870 von dem Plan, die drei Städte zu vereinen, und als Bedingung für den Beitritt legten sie fest, dass sie ihre Beziehung zur Kronherrschaft regeln und in der unteren Steuerklasse bleiben würden. Ab Januar 1873 waren die Vertreter von Óbuda bei den Verhandlungen der Vereinigung der Bürgermeister Pál Harrer, der Anwalt János Végh, der Chefarzt Adolf Tatay und der Kaufmann József Molnár. Im vereinigten Budapest wurde Óbuda mit dem Vorort Budas, Újlak der III Bezirk der Hauptstadt.

Autor/innen-Biografie

Katalin Simon, Budapest Főváros Levéltára

Simon Katalin PhD, főlevéltáros

Downloads

Veröffentlicht

2026-03-06