„Denn wo die beiden nicht eins, sondern zwei sind, können die beiden nicht mit demselben Namen genannt werden, sondern mit dem Namen beider“
War die schwedisch-norwegische Union ein Modell für das österreichisch-ungarische dualistische Staatsverhältnis?
DOI:
https://doi.org/10.55051/JTSZ2025-1p90Abstract
Während des Bestehens der ehemaligen Österreichisch-Ungarischen Monarchie hat die Frage des Rechtsverhältnisses zwischen Österreich und Ungarn und die Natur der Staatenverbindung die heimischen und österreichischen Staatsrechtstheoretiker bzw. Politiker geteilt. Die Monarchie wurde von der damaligen Rechtswissenschaft und Politik hauptsächlich als eine Realunion charakterisiert, was sogar die Möglichkeit von Parallelen zur schwedisch-norwegischen Union auch aufgeworfen hat. In diesem Beitrag habe ich mich vor, die Analogien und Unterschiede zwischen den beiden Staatenverbindungen und die möglichen Musterverschiebungen bei der Regelung der staatlichen Institutionen kurz zu untersuchen, wobei ein besonderer Fokus sich auf die Organisation des auswärtigen Dienstes und die Benennung der Staatenverbindung richtet.

