Die Rolle der ständigen Ausschüsse zu Beginn der Modernisierung des ungarischen Rechts

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DOI:

https://doi.org/10.55051/JTSZ2025-1p20

Abstract

Die Studie untersucht die Anfänge der modernen ungarischen Gesetzgebung und die Vorbedingungen des bürgerlichen Umbruchs, mit besonderem Augenmerk auf die Rolle der sogenannten landesweiten regelmäßigen Ausschüsse und der Anmerkungen auf Komitatsebene. Der Autor vertritt die These, dass zwischen der Aufklärung am Ende des 18. Jahrhunderts und dem in den 1830er Jahren entstehenden Liberalismus eine organische Kontinuität besteht, die sich in den Ausschussarbeiten manifestierte. Im Mittelpunkt der Analyse stehen die landesweiten und komitatsbezogenen Gesetzesvorschlagsdebatten, die sogenannten „Operátumok“, welche die geistigen und politischen Voraussetzungen der Reformzeit schufen. Die Reformbestrebungen des ungarischen Adels wurden von internationalen Einflüssen – insbesondere französischen, österreichischen und deutschen Kodifikationsmustern – geprägt, entwickelten sich jedoch unter Berücksichtigung lokaler Gegebenheiten. Die Bedeutung der Ausschussarbeiten lag nicht nur im rechtlichen, sondern auch im öffentlichen und gesellschaftsformenden Bereich. Die mit aktiver Beteiligung der dezentralen Komitatsversammlungen geführten Debatten erzeugten einen lebendigen öffentlichen Diskurs. Obwohl die meisten Vorschläge nicht gesetzlich verankert wurden, waren das entstehende Reformklima und die politischen Erfahrungen entscheidend für den späteren Wandel von 1848. Ziel der Studie ist es, den historischen Kontext der regelmäßigen Ausschussarbeiten als Teil der Wurzeln der ungarischen demokratischen Kultur hervorzuheben.

Autor/innen-Biografie

Kristóf Mihály Heil, Eötvös Loránd Tudományegyetem, Állam- és Jogtudományi Kar, Magyar Állam- és Jogtörténeti Tanszék

Heil Kristóf Mihály, tanársegéd

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Veröffentlicht

2025-09-02