Warum mochten wir den Statthaltereirat nicht?

Die Epochen der Zensur in Ungarn zwischen 1723 und 1848

Autor/innen

DOI:

https://doi.org/10.55051/JTSZ2024-4p11

Abstract

Die Studie führt den Leser durch die wichtigsten Epochen und gesetzlichen Regelungen der Zensur in Ungarn im 18. und 19. Jahrhundert, in denen sie fast durchgehend als Institution zum Schutz der Religions- und Staatsmacht fungierte. Nach der Errichtung des Statthaltereirates im Jahr 1723 lässt sich die sogenannte „Pressburger Zensur“-Epoche beobachten, da auf dem Gebiet des Königreichs Ungarn das Kirchenkomitee des Statthaltereirates die vorläufigen Zensurmaßnahmen durchführte. Die Regierungszeit von Joseph II. wird als „Wiener Zensur“-Epoche bezeichnet, da hier deutliche zentralisierende Maßnahmen ergriffen wurden. In der Ära Leopolds II. wurden klare Verschärfungen eingeführt, gefolgt von der „Wiener Polizei-Zensur“-Epoche unter der Herrschaft von Franz I. In dieser Periode wurden alle fortschrittlichen und reformorientierten Ideen sowie edlere Bestrebungen unterdrückt, sodass die Veränderungen des Jahres 1848 auch im Bereich der Zensur frischen Wind brachten, der die schalen Gedanken durchlüften konnte.

Autor/innen-Biografie

Gergely Gosztonyi, Eötvös Loránd Tudományegyetem, Állam- és Jogtudományi Kar, Magyar Állam- és Jogtörténeti Tanszék

Gosztonyi Gergely PhD, habil. egyetemi docens

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Veröffentlicht

2025-08-01