Der Prozess der Regulierung der Kinderarbeit in Ungarn im Zeitalter des Dualismus

Historische-ethnografische Überblick

Autor/innen

DOI:

https://doi.org/10.55051/JTSZ2024-3p8

Abstract

In meinen früheren Arbeiten habe ich mich mit den historischen und ethnographischen Fragen der Kinderarbeit in Ungarn befasst, dieses Mal werde ich mich auf die Fragen der gesetzlichen Regelung in der Zeit des Dualismus konzentrieren. Das bedeutet auch, dass nur die Formen der Kinderarbeit behandelt werden, die sich mit der Industrialisierung, der Entwicklung der Manufakturen und der verarbeitenden Industrie und noch mehr mit der Stärkung dieser Industrien verbreiteten und die in Westeuropa tragische Ausmaße erreichten. In Ungarn kam die industrielle Kinderarbeit erst später und wurde zunächst von Ärzten und Lehrern und dann von Politikern bekämpft. Wie in anderen stark industrialisierten europäischen Ländern gab es schwerwiegende soziale, gesellschaftliche und wirtschaftliche Gründe für die Kinderarbeit, und sie wurde von einer lebhaften politischen Debatte begleitet. Die Quellen zeigen, dass dieses drängende soziale Problem bis zum Zweiten Weltkrieg ein Thema des Kinderschutzes, der Sozialpolitik und des politischen Diskurses wurde und blieb.

Autor/innen-Biografie

Zita Deáky, Eötvös Loránd Tudományegyetem, Bölcsészettudományi Kar, Néprajzi Intézet

Deáky Zita PhD, habil. etnográfus, ny. egyetemi docens

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Veröffentlicht

2025-06-17