Die ungarische Regelung der informierten Zustimmung im 20. Jahrhundert im Lichte der universellen Geschichte der Entwicklung der Arzt-Patienten-Beziehung

Autor/innen

  • Krisztina Davidovics Eötvös Loránd Tudományegyetem Állam- és Jogtudományi Kar, Doktori Iskola; Semmelweis Egyetem Egészségügyi Közszolgálati Kar, Egészségügyi menedzserképző Központ, Egészségpolitika, Finanszírozás és Rendszerfejlesztés Tanszék https://orcid.org/0000-0001-6081-3028

DOI:

https://doi.org/10.55051/JTSZ2024-2p58

Abstract

Die traditionelle Arzt-Patient-Beziehung und das damit verbundene Überdenken der Rolle des Patienten führten zur Entwicklung der Doktrin der Einwilligung nach Aufklärung und schließlich zu ihrer Etablierung in vielen Gerichtsbarkeiten. Das Bedürfnis, den Patienten zum Subjekt – und nicht zum Objekt – der Entscheidungen über seine eigene Behandlung zu machen, tauchte im Denken der westlichen Welt erst nach dem Zweiten Weltkrieg auf. Dementsprechend hat jedes Land, auch Ungarn, seine eigene Art und Geschichte, die seitdem in diesem Zusammenhang aufgekommenen ethischen, rechtlichen und regulatorischen Fragen anzugehen. Ein entscheidendes Element ist, dass der in der hippokratischen Tradition verwurzelte paternalistische Ansatz zunehmend durch einen anderen ersetzt wird, der die Arzt-Patient-Beziehung als einen Prozess betrachtet, der einen Entscheidungsmechanismus voraussetzt, der auf gegenseitigem Respekt und Zusammenarbeit zwischen den Parteien basiert. Neben der Bewertung des internationalen Kontexts wird die Entwicklung der Gesetzgebung zur Einwilligung nach Aufklärung im Gesundheitswesen anhand der drei maßgeblichen sektoralen Gesetze in der ungarischen Geschichte deutlich.

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Veröffentlicht

2025-04-24