Tod der Schauspielerin Anna Forgács

Autor/innen

DOI:

https://doi.org/10.55051/JTSZ2024-1p37

Abstract

Anna Forgács war in den 1920er Jahren ein aufstrebendes Talent des Budapester Vígszínház. Sie war nicht nur innerhalb des Theaters beliebt, sondern auch bei den Männern. Im Jahr 1925 lernte sie Béla Erdélyi, einen wohlhabenden Industriellen aus einer Fabrikantenfamilie, kennen und heiratete ihn.

Béla Erdélyi gab viel aus, zunächst finanziert von seinem Vater, später durch das Fälschen von Wechseln. Neben Wechseln versuchte er auch durch Versicherungen Geld zu beschaffen. So schlossen er und seine Frau gegenseitige Lebens- und Unfallversicherungen ab.

Etwas mehr als einen Monat nach Abschluss der Versicherung erkrankte Anna Forgács plötzlich und wurde mit Vergiftungssymptomen in ein Sanatorium eingeliefert. Nach dem Verlassen des Sanatoriums reiste das Paar nach Millstatt in Österreich, wo Béla Erdélyi bei einem Spaziergang versuchte, seine Frau in eine Klippe zu stoßen, doch die Schauspielerin kam mit leichten Verletzungen davon. Nach dem Unfall verabreichte Béla Erdélyi seiner Frau eine große Menge Veronal, woraufhin sie am 24. August 1927 starb.

Das Königliche Strafgericht Budapest befand Béla Erdélyi des versuchten Mordes, des Mordes, mehrerer Fälle von privater und öffentlicher Urkundenfälschung sowie des Betrugs für schuldig, während seine Komplizen bei der Fälschung der Schuldscheine der privaten und öffentlichen Urkundenfälschung sowie des Betrugs für schuldig befunden wurden.

Downloads

Veröffentlicht

2025-02-21