Die „Fahnen der Freiheit und des Fortschritts“

Imre Madáchs Rechtsreformprogramm von 1843–1844

Autor/innen

DOI:

https://doi.org/10.55051/JTSZ2025-4p16

Abstract

Eines der wichtigsten Foren für das juristische Denken des jungen Imre Madách, sozusagen für sein Rechtsreformprogramm, war die Nationalversammlung von 1843–1844 in Pozsony. Auf dieser Reformversammlung wurden wichtige Rechtsinstitutionen diskutiert, die von der damaligen nationalen Reformopposition unterstützt wurden. In der Debatte über den damals ausgearbeiteten Strafrechtsentwurf (von Ferenc Deák) meldete sich Madách auf der Ebene der Komitate zu Wort und sprach sich beispielsweise für die Abschaffung der Todesstrafe und die Einrichtung von Geschworenengerichten aus. Im Zusammenhang mit der Religionsfreiheit unterstützte er außerdem die Gleichstellung gemischter Ehen und drängte auf die Gründung einer lokalen Industrievereinigung.

In seinen Reden auf den Versammlungen der Komitate befasste er sich mit der politischen Rolle der Komitate und versuchte mit seiner reformorientierten Haltung, die Entscheidungen der Generalversammlung des Komitats Nógrád hinsichtlich der Anweisungen der beiden Abgeordneten zu beeinflussen.

Aufgrund seiner aktiven Rolle auf Ebene des Komitats während der Revolution und des Freiheitskrieges von 1848–1849 musste er seine juristisch-politische Tätigkeit unterbrechen und verbrachte eine Zeit lang im Gefängnis. Als sich 1861 erstmals die Möglichkeit bot, eine nationale Versammlung einzuberufen, musste er keine aufrührerischen Reden mehr an die Mitglieder der Komitatsversammlung schreiben, sondern konnte als gewählter Vertreter des Komitats Nógrád seine reformerische Tätigkeit in der Nationalversammlung fortsetzen.

Autor/innen-Biografie

Pál Diószegi Szabó, Szegedi Tudományegyetem, Mezőgazdasági Kar, Gazdálkodási és Vidékfejlesztési Intézet

Diószegi Szabó Pál PhD, adjunktus

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Veröffentlicht

2026-07-22