H. Szilágyi István – Fekete Balázs (szerk.): Iustitia modellt áll

Autor/innen

  • Erzsébet Szabó

DOI:

https://doi.org/10.59558/jesz.2015.1.141

Schlagworte:

Recht und Literatur, Rechtsphilosophie, Kulturrecht, Kunst und Recht, Rezension

Abstract

Diese Rezension stellt den Band „Iustitia modellt áll“ (Die Gerechtigkeit steht Modell) vor, herausgegeben von H. Szilágyi István und Fekete Balázs, der den interdisziplinären Forschungsbereich „Recht und Literatur“ in Ungarn beleuchtet. Im Vorwort stellen die Herausgeber fest, dass das Recht Teil der Kultur im weitesten Sinne ist und somit auch mit der Literatur verbunden ist. Die Themen des Buches sind in Kapitel über Recht und ungarische Literatur, Recht und Weltliteratur sowie Recht und bildende Kunst unterteilt und richten sich an theoretische und praktizierende Juristen, Jurastudenten und auch an Laien. Der Rezensent sucht nach einer Antwort darauf, wie die Forschung im Bereich „Recht und Literatur“ zur juristischen Kultur und zum beruflichen Selbstverständnis der Juristen beitragen kann. Die erste Studie (Ferenc Horkay Hörcher: Recht und Literatur im christlich-humanistischen Erziehungsideal) formuliert den Ausgangspunkt, dass Recht und Literatur sich nicht vollständig voneinander trennen, solange der ideologische Hintergrund aus antiken Wurzeln schöpft. Sie betont den Elitecharakter der juristischen Ausbildung und die Bedeutung des antiken Erbes der klassischen Bildung für die Selbstkultivierung. Attila Horváths Analyse der Rechtsfälle in den Balladen von János Arany zeigt Aranys Vielseitigkeit und seinen Wert als rechtshistorische Quelle. Ferenc Zombor untersucht Imre Madáchs Werke „Die Tragödie des Menschen“ und „Der Zivilisator“ aus rechtphilosophischer Sicht und wirft grundlegende Fragen nach dem Begriff des gerechten Rechts und der gesellschaftlichen Ordnung auf. Márton Falusis Essay behandelt Fragen guter Regierungsführung und guter Demokratie, angelehnt an József Eötvös' Werk „Der Dorfnotar“. Die Rezension fasst zusammen, dass das Buch, obwohl es wie eine Sammlung von Vorlesungen erscheinen mag, darauf abzielt, die klassische Rechtsauffassung „zurückzugewinnen“, und hervorhebt, dass es sich lohnt, sowohl literarische als auch juristische Texte zu vertiefen.

 

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Veröffentlicht

2015-04-15