A gyermekelhelyezési perek kodifikációs kérdései

Autor/innen

  • Zsuzsanna Siket

DOI:

https://doi.org/10.59558/jesz.2015.1.105

Schlagworte:

Kindesplatzierung, Familienrecht, Elterliche Sorge, Psychologisches Gutachten, Zivilgesetzbuch

Abstract

Diese Studie erörtert die Kodifizierungsfragen von Kindesplatzierungsfällen und zeigt auf, dass sie, obwohl sie im Rahmen des Zivilverfahrens ablaufen, Gemeinsamkeiten mit Strafverfahren aufweisen, insbesondere bei der Verwendung von psychologischen Gutachten. Es wird betont, dass in Kindesplatzierungsfällen primär das Kind Gegenstand psychologischer Gutachten wird, und je jünger das Kind ist, desto häufiger wird dieses Beweismittel eingesetzt. Die Studie klärt das Konzept der Kindesplatzierung im Familienrechtssystem und stellt die Rechte und Pflichten im Rahmen der elterlichen Sorge dar. Sie bietet einen detaillierten historischen Überblick über die ungarische Regulierung, einschließlich der Verordnung M.E. von 1945, des Gesetzes Nr. IV von 1952 (Familienrechtsgesetz) und der Änderungen, die durch das Inkrafttreten des neuen Zivilgesetzbuches (Gesetz Nr. V von 2013) am 15. März 2014, das das Familienrecht in das Zivilrecht integrierte, eingetreten sind. Die Autorin analysiert die Besonderheiten des Familienrechts, wobei sie hervorhebt, dass es primär persönliche Beziehungen regelt und seine Normen stärker moralischen Standards folgen als andere Rechtsgebiete. Es werden moderne gesellschaftliche Veränderungen thematisiert, wie die zunehmende Bedeutung finanzieller Beziehungen und die steigende Zahl aufgelöster Ehen, die neue Anforderungen an familiäre Rechtsnormen stellen. Besonderes Augenmerk wird auf die Stärkung der Kinderrechte und verwandte internationale Übereinkommen, wie die New Yorker Konvention, die das Kindeswohl priorisiert, gelegt. Abschließend fasst die Studie die unterschiedlichen Ansichten in der Rechtsliteratur zur Einordnung familiärer Rechtsnormen in das Zivilrechtssystem zusammen.

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Veröffentlicht

2015-04-15