Megjelent 2005-12-31
Hogyan kell idézni
Absztrakt
Auf Luftaufnahmen ist - wenn auch nur abschnittsweise — in der Batschka, zwischen Baja und Kelebia, eine Linie zu erkennen, die eventuell sogar die Spur eines einstigen Walles sein kann. Zwei kurze Abschnitte von ihr sind auch auf dem Blatt der I. Militärvermessung Coll. XIV, Sectio XXXII mit der Aufschrift “Römer Schanz“ verzeichnet. Unter Leitung des Verfassers hat eine Arbeitsgruppe des Ungarischen Nationalmuseums, bestehend aus Eva Garam und Sándor Soproni, im Rahmen der Wallforschungen 1978 und 1979 Geländebegehungen dieser Linie durchgefühlt. Über die Erfahrungen dieser Forschung berichtet der Verfasser in dieser Studie. Die fragliche Linie war kein Wall. Sie bestand nicht aus einem Graben mit daneben aufgeschüttetem Damm. Sowohl auf den Luftaufnahmen und als auch im Gelände war zu beobachten, daß sie - im allgemenen - von zwei dunkleren und einer helleren Linie zwischen ihnen gebildet wird. Beim Durchschneiden der Linie stellten wir auch fest, daß zwei einstige Gräben in 10-12 m Entfernung parallel miteinander verlaufen. Man könnte eher an eine einstige Straßentrasse denken, die an beiden Seiten mit Gräben gesäumt war. Zur Zeit der I. Militärvermessung, am Ende des 18. Jahrhunderts, erinnerte sich die Lokalbevölkerung nicht mehr daran und kannte ihre Funktion nicht. Unwahrscheinlich ist, daß man im Mittelalter einen solchen Straßenbau größeren Ausmaßes vorgenommen hat. Somit muß erwogen werden, ob es sich wohl um eine Pannonien mit Dazien verbindende Straße gehandelt haben kann. Aber auch das ist nur eine Möglichkeit, keine Hypothese. Der westlichste Punkt, wo wir die Linie realisieren konnten, liegt 7,5 km von der Bajaer Donaubrücke entfernt, und über 47 km konnte sie abschnittsweise nach Osten, Richtung Szeged, verfolgt werden, bis zur Schleuse des neuen Körösér-Kanals in der Gemarkung von Kelebia, 40,5 km Luftlinie von der Szegeder Theißbrücke entfernt. Auch wenn sie nur ab schnittsweise erkennbar war, haben wir keinen Grund zu bezweifeln, daß sie einst durchgehend verlief. Der Verfasser zählt auch die auf dem Blatt der I. Militärvermessung Coll. XVI, Sectio XXXII registrierten, den Eindruck eines einstigen “Festungssystems“ erweckenden rätselhaften Linien (Wälle) auf, deren Existenz in der Gemarkung der Gemeinde Tompa entlang der fraglichen Linie sowohl durch die Luftaufnahmen als auch durch die Beobachtungen der Geländebegehung bestätigt wurden.