Published 2005-12-31
How to Cite
Abstract
Das relativ reiche Fundmaterial der zwei freigelegten Gräber des Gräberfeldes von Nagyszalonta - Halom domb geben einige Anhaltspunkte zur Datierung der Gräber. Die Haarflechtscheiben des Grabes 1 gehören zur gepresst hergestellten Gruppe dieses Typs, die der Beobachtung von I. Fodor nach im Gegensatz zu den gegossenen Varianten im Fundmaterial der Gebiete östlich vom Karpatenbecken nicht aufzufinden ist. Daraus schließt der Verfasser darauf, dass ihre Herausbildung während des 10. Jhs. schon hier im Karpatenbecken erfolgte. Dementsprechend kann das Grab 1 von Nagyszalonta - Halom domb auf keinen Fall in die erste Periode des 10. Jhs. datiert werden. Auch weitere Fundstücke aus diesem Grab scheinen diese Behauptung belegen zu können, so der gedrehte Armring und Halsring, die in erster Linie für das Fundmaterial aus der zweiten Hälfte des 10. Jhs. und aus der frühen Arpadenzeit typisch sind, sowie der geschlossene Fingerring ähnlicher Datierung. Auf Grund dessen kann man die beiden bekannten Gräber 492 Lakatos A. aus dem Gräberfeld von Nagyszalonta - Halom domb in die Zeit zwischen dem zweiten Drittel des 10. Jhs. und dem Ende dieses Jhs., oder Anfang des 11. Jhs. datieren und mit großer Wahrscheinlichkeit zu den Bestattungen der mittleren Schicht der Krieger der Landnahmezeit zählen. A. Lakatos Muzeul Tärii Cri§urilor Oradea B-dul Dacia Nr. 1-3. 410464 - Roman