Nyirkos Tamás: Az ötfejű sas
DOI:
https://doi.org/10.59558/jesz.2015.1.137Schlagworte:
Französische Gegenrevolution, Konservatismus, Theologie, Politische Theorie, ChristentumAbstract
Diese Rezension stellt Tamás Nyirkos' Buch „Der fünfköpfige Adler“ vor, eine unveränderte Veröffentlichung der Doktorarbeit des Autors von 2011 mit dem Titel „Christentum und Konservatismus: Die Theologie der französischen Gegenrevolution“. Das Buch untersucht die Rolle des Christentums bei der Entstehung des konservativen politischen Denkens, insbesondere die des Katholizismus bei der Herausbildung des französischen gegenrevolutionären Denkens. Nyirkos befasst sich mit den theologisch fundierten politischen Theorien von fünf prominenten französischen Gegenrevolutionären (de Maistre, de Bonald, Chateaubriand, Pierre-Simon Ballanche, Lamennais) und betont, dass die Ursachen der Revolution tiefer liegen als rein politische. Die Rezension hebt hervor, dass das Werk fünf verschiedene Theologien präsentiert, was die Heterogenität der französischen gegenrevolutionären Theorien belegt. Die eng miteinander verbundenen Fragen von Autorität und Souveränität bilden die Grundlage der Untersuchung für alle Autoren, und drei Hauptaussagen zeichnen sich ab: der theologische Ursprung der Politik, die absolute Natur der Autorität und der Ursprung des Wissens aus Geschichte oder Tradition. Der Rezensent behandelt die biografischen Einführungen im Buch und die Widerlegung von Verzerrungen in der Fachliteratur, insbesondere in Bezug auf de Maistres These, die das Gewaltprinzip widerlegt. Im Falle de Maistres verkörpert sich die absolute Natur der Souveränität in der Person des Papstes, und die Revolution erscheint als notwendige, göttliche Intervention. Die Bedeutung des Buches wird auch durch die Aktualität des Themas unterstrichen, insbesondere für das europäische konservative Milieu, das sich den Herausforderungen der Postmoderne und religiöser Umfelder stellen muss. Die säkularisierte Gesellschaft muss die Gründe für das Scheitern der Gegenrevolution aufdecken, denn nur so kann sie in einer Welt, die das Heilige fordert, bestehen. Laut der Rezension beginnt die Lösung nicht mit politischen, sondern mit theologischen Klärungen.