A bírói függetlenség, a tisztességes eljárás egyes fontos kérdései – recenzió a Badó Attila szerkesztette „Fair trial and judicial independence” című összehasonlító jogi tanulmánykötethez
DOI:
https://doi.org/10.59558/jesz.2015.1.116Schlagworte:
richterliche Unabhängigkeit, faires Verfahren, Rechtsvergleichung, Justiz, GrundrechteAbstract
Diese Rezension stellt den von Attila Badó herausgegebenen und bei Springer veröffentlichten rechtsvergleichenden Band „Fair trial and judicial independence“ vor. Der Rezensent, Tamás Háger, betont die Bedeutung des Werkes, das zwei Grundpfeiler der modernen Justiz, die richterliche Unabhängigkeit und das faire Verfahren, aus internationaler Perspektive untersucht. Der Band enthält zehn Studien, hauptsächlich von ungarischen Autoren, die Schlüssel-Institutionen der Justiz mit den Methoden der Rechtsvergleichung analysieren. Die Rezension bespricht jede Studie einzeln. Zoltán Fleck analysiert die Beziehung zwischen Justizorganisationen und Grundrechten sowie die Modelle der Gerichtsverwaltung. Attila Badó vergleicht die Systeme der Richterauswahl (englisch, amerikanisch, deutsch, französisch) und betont die Wichtigkeit der leistungsorientierten Auswahl. Attila Badó und Kata Szarvas untersuchen die Rolle automatisierter Fallverteilungssysteme bei der Gewährleistung der richterlichen Unabhängigkeit. Samantha Cheesman stellt die Anwendung der Grundsätze eines fairen Verfahrens im Common Law und in kontinentalen Rechtssystemen dar. Márton Sulyok beleuchtet die Zukunft des Rechts auf ein faires Verfahren in Russland, Afrika und China. János Bóka befasst sich mit dem Problem der angemessenen Verfahrensdauer. Mátyás Bencze analysiert die Fragen der Beweiswürdigung aus der Perspektive eines fairen Verfahrens. Szonja Navratil untersucht die verschiedenen Dimensionen der Öffentlichkeit der Justiz (Verhandlungen, Urteile, Medien). Péter Mezei stellt die historische und gegenwärtige Anwendung des ne-bis-in-idem-Grundsatzes dar, während Tamás Sulyok das Recht auf Verteidigung aus einer vergleichenden verfassungsrechtlichen Perspektive analysiert. Zusammenfassend stellt der Rezensent fest, dass der Band eine lehrreiche und nachdenklich stimmende Lektüre ist, die die globale Bedeutung der für die Rechtsstaatlichkeit entscheidenden Garantien – richterliche Unabhängigkeit und faires Verfahren – hervorhebt.