Gondolatok a független képviselők helyzetéről de lege lata és de lege ferenda

Autor/innen

  • Csaba Cservák
  • Zsolt Szabó

DOI:

https://doi.org/10.59558/jesz.2015.1.13

Schlagworte:

unabhängiger Abgeordneter, Fraktion, gleiches Mandat, Geschäftsordnung, Abgeordnetenrechte

Abstract

Die Studie untersucht die Situation unabhängiger Abgeordneter im ungarischen Parlament aus de-lege-lata- und de-lege-ferenda-Perspektive unter Berücksichtigung des verfassungsrechtlichen Grundsatzes des gleichen Mandats. Ausgangspunkt der Autoren ist, dass alle Abgeordneten die gleichen Rechte und Pflichten haben, unabhängig davon, ob sie einer Fraktion angehören. In der Praxis sind unabhängige Abgeordnete jedoch aufgrund der parlamentarischen Dominanz der Fraktionen in vielen Bereichen benachteiligt. Der Artikel analysiert diese Nachteile detailliert, einschließlich der Nominierungen für Ausschussmitgliedschaften, der Zuteilung von Redezeit, der eingeschränkteren Ausübung des Interpellations- und Fragerechts sowie der Unzugänglichkeit bestimmter, nur von Fraktionen ausübbarer Rechte (z. B. Rechte im Zusammenhang mit zusammenfassenden Änderungsanträgen). Die Autoren ziehen auch internationale Vergleiche und stellen beispielsweise die weitaus fraktionszentriertere und für Unabhängige ungünstigere Regelung im Deutschen Bundestag vor. Die Studie weist auch auf die unzureichende Regelung des Status der Fraktionsvorsitzenden und die daraus resultierenden Probleme hin. Zu den de-lege-ferenda-Vorschlägen gehören die Gewährleistung des direkten Zugangs unabhängiger Abgeordneter zum Hausausschuss unter Umgehung der Fraktionsvorsitzenden, die proportionale Verteilung der Ausschusssitze und die Abschaffung diskriminierender Hausordnungsbestimmungen. Sie werfen die Möglichkeit der Schaffung einer „gemischten Gruppe“ (nach spanischem und italienischem Vorbild) auf, in der Unabhängige als Quasi-Fraktion fungieren könnten, oder die Einführung eines Systems, in dem sich Unabhängige als regierungsfreundliche oder oppositionelle Unabhängige definieren würden. Die Autoren betonen, dass unabhängige Abgeordnete berücksichtigt werden müssen und die Gewährleistung ihrer vollen parlamentarischen Rechte für die Verwirklichung der Gleichheit der Abgeordneten und des demokratischen Pluralismus unerlässlich ist.

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Veröffentlicht

2015-04-15