Logosz, írás, képek és jog − Peter Goodrich „Grammatológia”-értelmezése
DOI:
https://doi.org/10.59558/jesz.2015.2.43Schlagworte:
Jacques Derrida, Peter Goodrich, Logozentrismus, Rechtsphilosophie, visuelle KulturAbstract
Diese Studie analysiert Jacques Derridas Kritik am Logozentrismus und das Werk des englischen Rechtsphilosophen Peter Goodrich, insbesondere die zunehmende visuelle Darstellung des Rechts in der Moderne. Der Fokus liegt auf der Sprach-Schrift-Dichotomie und wie das „Ende des Buches“ unser Rechtsverständnis transformiert. Goodrich argumentiert, dass sich die Präsentation des Rechts grundlegend wandelt, wobei die visuelle Erfahrung zunehmend an Bedeutung gewinnt und das Ende einer vormals buchbasierten Rechtskultur signalisiert. Der Artikel untersucht, inwiefern Derridas Gedanken die Rechtstheorie bereichern können und ob medial visualisiertes Recht neue Interpretationsaufgaben für Juristen schafft. Es wird Régis DebraYs Dreiteilung (Logosphäre, Graphosphäre, Videosphäre) vorgestellt und betont, dass die Geschichte des Schreibens auch eine Geschichte der Zirkulation und Verbreitung von Macht ist.