„So sprachen wir immer, am wahren Text vorbei.“ Zur symptomatischen Lektüre der Erzählungen Was bleibt und Sommerstück von Christa Wolf

  • Ábel Csigó
##semicolon## DDR-Literatur, Intellektuelle, Literaturwissenschaft, symptomatische Lektüre

Absztrakt

In der Studie wird durch die Analyse zweier Erzählungen Christa Wolfs, Was bleibt (1990) und Sommerstück (1989), ein neuer Ansatz der Deutung des Wolf’schen OEuvres entworfen, der sich auf die theoretische Grundlage der sog. symptomatischen Lektüre stützt. Die Entwicklung dieses neuen Ansatzes erfolgt nach der kritischen Aufarbeitung der bisherigen literaturwissenschaftlichen Rezeption der Werke. Es wird demonstriert, dass diese bisher stark von einer biografischen Problematik dominiert wurde. In dieser Arbeit werden biografische Aspekte überhaupt nicht in die Analyse einbezogen: Die Frage nach dem Verhältnis des Individuums zur Macht, die nach der Auffassung der Studie die Hauptproblematik der Texte darstellt, wird hier aus gesellschaftstheoretischer Perspektive behandelt. Den Analysen der zwei Erzählungen folgt ein Exkurs über die Rezeption Wolfs in der ungarischen Presse. Schließlich werden einige Ideen für weiterführende Recherchen vorgeschlagen.

Megjelent
2021-11-23
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Német irodalom- és kultúratudomány