Der Flaubert’sche Schnitzler Interpretationsmöglichkeiten zu Arthur Schnitzlers Novelle „Die Toten schweigen“ vor dem Hintergrund des Romans „Madame Bovary“ von Gustave Flaubert

  • Viktória Czoller
##semicolon## Literaturwissenschaft, Intertextualität, Psychologie, Sprachskepsis, Gustave Flaubert, Arthur Schnitzler

Absztrakt

Bis heute spürt man die Wirkung der Ohnmacht, die die Protagonistinnen von Schnitzler und Flaubert vor 120–160 Jahren erlebten. Sie sind Symbole der auf sich gestellten Menschen, die sich durch den wachsenden gesellschaftlichen Druck nicht nur von der Außenwelt, sondern auch von sich selbst isolieren. Die Studie geht von der Hypothese aus, dass die psychosoziale Kausalität in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts durch die Zusammenschau von „Die Toten schweigen“ und „Madame Bovary“ modelliert werden kann, weshalb die Novelle und der Roman nicht nur in einer rein intertextuellen Beziehung stehen, sondern einander ergänzend einen konkreten Zerfallsprozess darstellen, bei dem die Figuren das Schicksal beschuldigen. In diesem Rahmen werden Fragen diskutiert, wie das Ziel der Intertextualität, die vielfältig interpretierbare Entwicklungsfähigkeit der Protagonistinnen vor dem Hintergrund psychologisierender Ansätze und die Probleme der Ausdrucksfähigkeit angesichts der zahlreichen Ellipsen in den beiden Werken.

Megjelent
2019-05-13
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